Ausgelaugt, jahrelang viel zu viel gearbeitet, frustriert von starren Strukturen, keine Karriereperspektive, immer schwierigere Kunden, Vorgesetzte, die nichts entscheiden, ... die Liste ist endlos. Unter diesen Umständen ist der Wunsch nach beruflicher Veränderung gewachsen – bis er eine Unerträglichkeit erreicht, die sich nicht mehr ignorieren lässt. Zum Schutz der eigenen Gesundheit und Ressourcen MUSS etwas passieren!
Einer Minderheit gelingt es in einer solchen Situation, Prioritäten zusetzen und tatsächlich aktiv zu werden. Die Mehrheit verschiebt den Wechsel auf nach dem Projekt, nach dem Sommerurlaub auf ... um Gottes Willen nicht mehr vor Weihnachten ... auf das neue Jahr.
Allerdings setzen sie diesen beruflichen Neujahrsvorsatz aus einem falschen Zustand heraus: aus einem Ausnahmezustand.
Erschöpft und immer noch im gedanklichen Hamsterrad, das keinen besonnenen Gedanken zulässt, voller unterschwelliger Zukunftsangst und gar nicht sicher, was sie wirklich wollen. Sie tragen immer noch die emotionale Last der letzten Herausforderungen mit sich herum.
Aus diesem Zustand heraus zu agieren, mündet selten in langfristig vorteilhaften Perspektiven, denn das Problem ist:
Personen, die aus dem gedanklichen Chaos heraus planen, erschaffen noch mehr Chaos. Sie tendieren zu Schnellschüssen, die innerhalb kurzer Zeit erneut korrigiert werden müssen, manövrieren sich ohne Not in Einbahnstraßen hinein oder brechen vorschnell Zelte ab, die mit etwas Ruhe und Strategie vielleicht noch zu retten gewesen wären.
Deshalb ist der Neujahrsvorsatz sich "mal zu bewerben" nur die halbe Miete. Der zweite Schritt vor dem ersten, wenn Sie so wollen. Beginnen Sie daher nicht mit Zielen, dem hektischen Update Ihres Profils oder Anzeigensuche. Beginnen Sie mit sich.
Wenn wir beide zusammenarbeiten, beginnen wir im ersten Schritt mit Ihnen und Ihrer aktuellen beruflichen Situation. Und machen daraus sinnvolle Ziele und konkrete Schritte, bei denen ich Sie begleite.
Claudia Frieling
Karriereberaterin & Coach für Führungskräfte